| Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Altneudorf |
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Auch in diesem Jahr fand bei der Jugendfeuerwehr Altneudorf ein Berufsfeuerwehrtag mit Erste-Hilfe-Training im Feuerwehrgerätehaus statt. Ein Tag – 24 Stunden – so verbringen, wie es die Bediensteten der Berufsfeuerwehr tun. Zu diesem Berufsfeuerwehrtag mit Übernachtung im Feuerwehrgerätehaus in Altneudorf erschienen 29, der insgesamt 38 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Altneudorf. Der Tag begann mit einem theoretischen Unterricht der Erste-Hilfe, der in einen praktischen Teil mündete. Ein Dankeschön, hier an Annette Klingmann, die diesen Unterricht wieder sehr praxisnah gestaltete, den Jugendlichen machte es sehr viel Spaß. Viele wussten auch schon wie man im Notfall mit verletzten Personen umgeht. Dieser Unterricht musste jedoch unterbrochen werden, da zum ersten Mal an diesem Tag der Gong schlug. Es stellte sich bereits auf der Einsatzfahrt heraus, dass es sich lediglich um einen Fehlalarm handelte. Nach dem Wiedereinrücken in das Gerätehaus, schlug kurz Zeit später wieder der Alarm. Nun galt es einen Flächenbrand im Tal zwischen Altneudorf und Heiligkreuzsteinach zu bewältigen. Unsere Jugendlichen waren schnell einsatzbereit und arbeiteten den Einsatz vorbildlich ab. Sie löschten die brennende Fläche schnell. Bei den darauffolgenden Einsatznachbesprechungen gab es nur kleine Beanstandungen. Nachdem die Feuerwehrfahrzeuge wieder einsatzbereit und die Mannschaft im Gerätehaus angekommen waren, bereiteten wir gemeinsam das Mittagessen zu. Bei Steaks, Würsten, Pommes und Salat konnten sich die Jugendlichen wieder stärken. Dass Sie diese Stärkung brauchten war offensichtlich, denn die Essensausgabe glich einer kleinen Raubtierfütterung! Aber es schmeckte allen sehr gut.
Nach dem Mittagessen folgte ein praktischer Unterricht in Form einer Stationsausbildung. Hier wurden die Jugendlichen in Gruppen eingeteilt und durchliefen die einzelnen Stationen wie z.B. Fahrzeugkunde, Löscheinsatz, Stiche und Knoten, Strahlrohrführung und vieles mehr. Kurz nach 16.00 Uhr folgte ein weiterer Brandalarm, diesmal wurden zudem drei Personen im Inneren des brennenden großen Gartengebäudes mit angrenzender Scheune vermisst. Die Jugendlichen rückten blitzschnell aus. Am Einsatzort angekommen erkundete Gruppenführer die Lage und teile seine Mannschaft entsprechend ein. Schnell wurden die drei Personen gefunden und sicher aus dem Gefahrenbereich getragen – alle waren nach der Rettungsaktion wohl auf. Ein Dankeschön geht auch an Familie Schmelzer, die uns auch in diesem Jahr wieder Ihren Garten zur Verfügung gestellt hatte. Nach dem Abendessen ging es über zu einem Filmabend, die Filme brachten die Jugendlichen mit, so war die Vielfalt groß und die Auswahl schwer, jedoch konnte man sich doch recht schnell auf einen Film einigen und so wurde der Unterrichtsraum der Feuerwehr Altneudorf zu einem kleinen Kinosaal umgewandelt. Völlig erschöpft fielen die Jugendlichen nach diesem Filmabend in Ihre Schlafsäcke, denn um 24.00 Uhr hieß es Nachtruhe. Doch diese Ruhe währte nur kurz. Mitten in der Nacht um 5:00 Uhr wurde die Jugendfeuerwehr zum ersten Einsatz des Tages alarmiert. Nun waren Personen auf dem Heimweg von einer Geburtstagsfeier mitten im Wald verschwunden, man vermutete die Personen auf Höhe des Sandlochs / An der Klinge in Altneudorf. Die Jugendlichen durchkämmten mit Handscheinwerfen gruppenweise den Wald und fanden bereits nach kurzer Zeit die erste Person, die sich in der Grillhütte des Sandlochs zum schlafen hingelegt hatte – bei minus Temperaturen wäre dies wohl nicht lange gut gegangen. Die Jugendlichen wickelten die Person in Decken ein und brachten sie zur Sammelstelle. Auch die anderen drei vermissten Personen konnten im Wald ausfindig gemacht werden und wurden zur Sammelstelle gebracht. Nachdem die Personen betreut waren und den Angehörigen übergeben wurden, rückten wir wieder ein ins Gerätehaus. Nur eine Stunde später läutete der Alarm erneut. Dieses Mal sollte der Einsatz spektakulärer verlaufen. Gemeldet war ein großer Strohballenbrand im Tal zwischen Altneudorf und Heiligkreuzsteinach. Bereits auf der Anfahrt war der riesige Feuerschein zu sehen. Die Jugendlichen stellten die Wasserversorgung her und begannen mit der Brandbekämpfung. Das Feuer konnte schließlich schnell und sicher gelöscht werden. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Rolf Pfahl, der bei dieser Aktion wieder seine Strohballen zur Verfügung gestellt hatte, leider konnten die Ballen nicht gerettet werden, aber die Jugendlichen löschten umso begeisterter das Feuer. Um 7.00 Uhr hieß es, nach einer kurzen Nacht, endgültig aufstehen und das Schlaflage im Feuerwehrhaus aufräumen. Bei einem gemeinsamen Frühstück begann man den nächsten Tag. So verging auch diese 24-Stunden-Schicht wie im Fluge. Den Jugendlichen hat dieser sehr realistisch gestaltete Berufsfeuerwehrtag wieder gut gefallen. Hervorzuheben ist auch die dabei gefestigte Teamarbeit unserer Jugendlichen und das neu erlernte Wissen. Wir bedanken uns bei den Jugendlichen für ihre Begeisterung, die sie trotz des stressigen Tagesablaufs dieser Veranstaltung entgegen gebracht haben. Wir freuen uns bereits auf einen Berufsfeuerwehrtag im nächsten Herbst mit Euch.
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